Wie digital ist der deutsche Mittelstand?

Wie digital ist der deutsche Mittelstand?

Wie digital ist der deutsche Mittelstand?

Die Corona-Krise ist ein Beschleuniger für die Digitalisierung. Die Studienergebnisse des Digitalisierungsindexes Mittelstand 2020/2021 der Telekom belegen: Je höher der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens ist, umso besser kommt ein Unternehmen im Vergleich zu den Wettbewerbern durch die Krise. Eine vermehrte Nutzung von mobilen Endgeräten sowie Video- und Webkonferenzlösungen führte dazu, dass die Produktivität der Unternehmen stieg. Neue Technologien, wie KI, Data Analytics, Blockchain, Augmented sowie Virtual Reality fördern eine neue Innovationskultur. Ein weiterer wichtiger Zukunftsaspekt bleibt weiterhin das Thema Datenschutz und Datensicherheit. Weitere Ergebnisse der Studie werden im Folgenden präsentiert.

Die Corona-Krise als Treiber der Digitalisierung

Dunkle Bildschirme, leere Schreibtische und ausgeschaltete Kaffeemaschinen – Homeoffice und Remote Work sind im deutschen Mittelstand vor der Corona-Krise ein ganz unbekanntes Bild gewesen, denn Geschäftsabläufe- und prozesse waren bisher nicht auf mobiles Arbeiten ausgelegt. Gerade einmal 20 % der mittelständischen Betriebe bot ihren Angestellten eine Homeofficelösung an. Heute ermöglichen Cloud-Anwendungen die digitale Zusammenarbeit und Webkonferenzlösungen sicheren den direkten virtuellen Austausch zwischen Arbeitskolleg:innen und Kunden. Laut dem „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ haben 55 % der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise neue Arbeitsplätze im Homeoffice geschaffen oder bestehende Angebote weiter ausgeführt. Nahezu jedes zweite Unternehmen (46 %) sah sich gezwungen ihr Geschäftsmodell, Produkte und Services kurzfristig anzupassen. Dies gilt insbesondere für die Kultur- und Unterhaltungsszene (48 %).

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Je höher der digitale Reifegrad des Unternehmens ist, umso besser kamen die Unternehmen durch die Krise. So kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass 77 % der Unternehmen durch digitale Lösungen schnell und flexible auf die Krise reagieren konnten.

Die Digitalisierung des Mittelstands in Zahlen

Produktivität gesteigert

Die Digitalisierung des Mittelstands nimmt Fahrt auf. Der Digitalisierungsindex kletterte auf 58 von 100 Punkten. Dies ist der bisher höchste gemessene Wert. 100 Punkte wären dann erreicht, wenn ein Unternehmen sämtlichen Geschäftsfeldern, die digitalisiert sind, die höchste Priorität zuordnet und dabei maximal zufrieden mit der eigenen Umsetzung wäre.

Die Krise hat vielen Unternehmen gezeigt, dass digitale Prozesse einen wesentlichen Beitrag zu mehr Produktivität im Unternehmen leisten. Viele Unternehmen befürchteten, dass das Homeoffice dazu führt, dass die Mitarbeiter:innen nicht mehr produktiv zusammenarbeiten können. Die Studie kommt auf andere Ergebnisse, denn ganze 86 % der befragten Unternehmen geben an, dass das Arbeiten in räumlich voneinander getrennten Teams weiterhin effizient und produktiv ist. Rund 80 % der Befragten antworteten, dass sie durch das Homeoffice mehr Zeit sparten und die Arbeitzeit flexibler gestalten konnten.

Kundenbeziehungen halten und vorantreiben

Auch während des Lockdowns wünschten sich die Unternehmen, den Kontakt mit ihren Kunden aufrechtzuerhalten. Viele Unternehmen sind deshalb auf digitale Kanäle und soziale Netzwerke umgestiegen, um dort ihre eigenen Produkte und Services anzubieten oder zu vermarkten und den Kontakt zu Bestandskunden aufrechtzuerhalten. Der Indexwert im Bereich „Beziehungen zu Kunden“ stieg um drei Punkte auf 58 im Vergleich zu 2019. Ebenfalls auffällig ist, dass viele Mittelständler außerdem ihr Geschäftsmodell mit digitalen Produkten erweitert oder weiterentwickelt haben. Der Indexwert klettert ebenfalls um drei Prunkte auf 51 Punkte.  

Zukünftige Investitionen

Um mittel- und langfristig bestehen zu können überlegen die Geschäftsführer der Unternehmen ganz genau in welche Maßnahme sie in Zukunft investieren wollen. Trotz Produktivitätssteigerung wollen 60 % der Unternehmen an ihrem bisherigen IT-Budget festhalten. 22 % der Unternehmen wollen in Zukunft mehr investieren in den Bereichen Video-/Webkonferenzen, Remote Access/VPN-Lösungen, mobile Endgeräte für Mitarbeiter:innen und Cloud-Lösungen. Außerdem wollen 18 % der Unternehmen ihr IT-Budget in Zukunft senken. Dazu zählen Branchen, wie das Gastgewerbe sowie die Kunst- und Unterhaltungsindustrie. Die Investitionsbereitschaft für Technologien wie, KI, Blockchain, Augmented und Virtual Reality oder generell eine digitale Innovationskultur und Changemanagement wird vermehrt zurückgestellt.

Ein Bild mit zukünftigen Investitionsvorhaben. (Digitalisierungindex Telekom)

Quelle: Digitalisierungsindex Mittelstand, Telekom und techconsult, November 2020

Studienergebnisse im Detail

Die Studie wurde zum fünften Mal von der Telekom in Zusammenarbeit mit techconsult durchgeführt. Dazu wurden 2000 mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen zum digitalen Status quo befragt. Neben den Handlungsfeldern, wie

  • Beziehungen zu Kunden
  • Produktivität im Unternehmen
  • Digitale Geschäftsmodelle
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

untersuchte die Studie die Auswirkungen der Corona-Krise in Abhängigkeit des Digitalisierungsgrades. Die gesamten Befragungsergebnisse finden Sie hier.

Darüber hinaus haben wir einen Digitalisierungs -Test bereitgestellt. Dort können Sie im ersten Schritt ihren digitalen Status quo im Unternehmen ermitteln.

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